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Marxistische Blätter 5-07
Heinz Karl
Clara Zetkin über die Oktoberrevolution und die sozialistische Perspektive*
Zum 10. Jahrestag der Oktoberrevolution schrieb Clara Zetkin: „Ein Beben ging durch die blutdampfende Welt, als Anfang November 1917 die Meldung sie durchflog: In Russland haben die Arbeiter, geführt von der bolschewistischen Partei, unterstützt von den Bauern, in revolutionärem Kampfe die Staatsmacht erobert und in der neuen Staatsform der Sowjetordnung die Diktatur des Proletariats aufgerichtet ... Die trockene Nachricht kündete die von den Altmeistern des wissenschaftlichen Sozialismus klar vorausgesehene entscheidende Weltwende der Menschheitsgeschichte, kündete ein revolutionäres Geschehen von tieffurchender Tragweite“1 Und bei ihrem letzten öffentlichen Auftreten, am 8. März 1933, bekräftigte Clara Zetkin: „Keine Macht der Welt kann die unsterbliche Bedeutung des Sowjetstaates aus der Geschichte tilgen.“2 Heute gibt es diesen Staat nicht mehr. Gilt Clara Zetkins Wertung dennoch? Ich denke, sie gilt nach wie vor.
Dies unterstreicht auch Eric Hobsbawm, einer der bedeutendsten Historiker unserer Zeit, wenn er schreibt: „Die Oktoberrevolution brachte die gewaltigste Revolutionsbewegung der modernen Geschichte hervor.“ Sie mit der größten bürgerlichen Revolution, der Französischen Revolution von 1789, vergleichend, bescheinigt Hobsbawm der Oktoberrevolution „ein sehr viel stärkeres und globaleres Echo als ihre(r) Vorgängerin.... die faktischen Auswirkungen von 1917 waren bei weitem größer und anhaltender als die von 1789.“3 Hobsbawm verweist auf ein entscheidendes Element dieser Einschätzung: „Der Sieg der Sowjetunion über Hitler war die Leistung jenes Regimes, das mit der Oktoberrevolution etabliert worden war ... Ohne die Oktoberrevolution bestünde die Welt (außerhalb der USA) heute wahrscheinlich eher aus einer Reihe von autoritären und faschistischen Varianten als aus einem Ensemble unterschiedlicher liberaler, parlamentarischer Demokratien.4
Die Oktoberrevolution 1917 bildete einen Knotenpunkt im Leben und Wirken Clara Zetkins. Dieses war in zwei historischen Epochen verankert. Vor dem Oktober 1917 lagen - seit ihrem Eintritt in die Sozialistische Arbeiterpartei 1878 – fast vier Jahrzehnte politischen und theoretischen Kampfes in den Reihen der sozialistischen Bewegung. Franz Mehring sagt von ihr, dass „in der Kenntnis der marxistischen Theorie wenige Lebende sich mit Clara Zetkin messen können und sicherlich keiner ihr darin überlegen ist“5 Wie Rosa Luxemburg stand sie unwandelbar auf dem linken Flügel der Partei und bekämpfte unablässig die theoretischen und politischen Positionen, die in der sozialistischen Bewegung als „Revisionismus“ und „Reformismus“ charakterisiert wurden. Mit August Bebel, Rosa Luxemburg, Franz Mehring, Wilhelm und Karl Liebknecht und jahrzehntelang auch mit Karl Kautsky teilte sie die Auffassung, dass die bürgerliche Gesellschaft durch die proletarische Revolution überwunden werden müsse und diese aus einer wirklich tiefgehenden und umfassenden Krise dieser Gesellschaft hervorgehen könnte.
Folgerichtig wertete sie die Oktoberrevolution sofort als proletarische Revolution, als historischen Wendepunkt. Für Clara Zetkin war diese Revolution, die sie seit Jahrzehnten theoretisch antizipiert hatte, in der sie das Ziel ihrer politischen Tätigkeit erblickte, deren Ausbruch in Russland sie seit 1905 für möglich gehalten hatte, mit der die internationalen Beschlüsse von Stuttgart 1907 und Basel 1912 rechneten – für Clara war diese jetzt als Russische Oktoberrevolution ins Leben getretene Revolution ein politisches und geistiges Schlüsselerlebnis.
Die Oktoberrevolution war für sie – wie sie in einem Statement zu deren 10. Jahrestag erklärte – „das geschichtliche Reifezeugnis des Weltproletariats für seine Emanzipation“.6 Seit 1917 erörtert Clara Zetkin im Grunde kein wesentliches politisches oder theoretisches Problem ohne Bezug auf die Oktoberrevolution und deren Wirkungen.
Ein Sieg der Bolschewiki!
Bei den führenden Köpfen der Spartakusgruppe fand der Russische Oktober sofort ein starkes, zustimmendes Echo. Rosa Luxemburg feierte ihn Mitte November als „eine weltgeschichtliche Tat, deren Spur in Äonen nicht untergehen wird“7. Aber ihre Begeisterung war gemischt mit Skepsis: „Natürlich werden sie sich ... nicht halten können ...“8 - und bald auch mit Unverständnis für den bolschewistischen „Friedensfanatismus“9 Für Karl Liebknecht stand der „ungeheure Prozess der sozialen und wirtschaftlichen Revolutionierung Russlands ... im Beginn, vor unbegrenzten Möglichkeiten - weit größern als die Große Französ. Revolution“10. In der Sowjetregierung erblickte er die Diktatur des Proletariats11, hatte aber auch sein Problem mit der bolschewistischen Friedenspolitik12. „Die russische Revolution hat das Signal einer besseren Zukunft gegeben“ erklärte Franz Mehring. Er rügte „den Kleinmut“ derer, „die dem Wahne huldigen, durch einen Sonderfrieden entleibe die russische Revolution sich selbst“, fand es aber andererseits doch auch „zu beklagen, wenn sich die russische Revolution zu einem Sonderfrieden mit den Mittelmächten bereit erklärt“.13
Clara Zetkin sah schärfer und weiter. Bereits wenige Tage nach der Proklamation der Sowjetmacht am 9. November äußert sie sich (am 16. November 1917) in der Frauenbeilage der „Leipziger Volkszeitung“. Sie qualifiziert das Ereignis als „Triumph der konsequent festgehaltenen und durchgeführten grundsätzlichen und taktischen Auffassung der Bolschewiki“14, welche die Diktatur des Proletariats angestrebt hätten. Diese hätten sich durchgesetzt, weil die Regierungsparteien einschließlich der Sozialrevolutionäre und der Menschewiki sich als vollkommen unfähig erwiesen, die vor der Revolution stehenden Aufgaben – namentlich das Friedensproblem und die Agrarfrage – zu lösen. Es zeigt sich hier eine bemerkenswerte Übereinstimmung mit der Einschätzung der Dinge, wie sie –allerdings ein Dreivierteljahr später – Rosa Luxemburg in ihrer Niederschrift „Zur russischen Revolution" gibt.15 Klarsichtig erkannte Clara Zetkin in der unbedingten und raschesten Herbeiführung des Friedens die Frage von Sein oder Nichtsein der Revolution, „die Kraftprobe der Reife und Macht“16 der revolutionären Bewegung und wichtigste internationale Wirkung der Revolution.
In einem Artikel vom 30. November bekräftigte und konkretisierte Clara Zetkin ihre Einschätzung des Charakters der Oktoberrevolution. Zugleich setzte sie sich mit Auffassungen auseinander, die aus der sozialökonomischen und kulturellen Rückständigkeit Russlands ein zwangsläufiges Scheitern der Revolution folgerten,17 wiederum in frappierendem Gleichklang mit Rosa Luxemburgs entsprechender Polemik gegen Kausky.18 Wie Rosa in ihren Notizen vom Herbst 1918 wandte Calla Zetkin sich dagegen, die Frage der revolutionären Reife nur auf Grund der genannten Faktoren, nicht unter Beachtung der konkreten historischen und nationalen Bedingungen, sondern unter Verabsolutierung westlicher Maßstäbe und ohne gebührende Berücksichtigung des subjektiven Faktors zu beantworten.
Bei aller Betonung der Schwierigkeiten zweifelt sie nicht daran, dass es der Sowjetmacht gelingen werde, sich zu behaupten. Diese Zuversicht korrespondiert mit ihrer Wertung der Sowjetmacht als erstmaliger Verwirklichung der Diktatur des Proletariats seit der Pariser Kommune. Gilbert Badia bemängelt in seiner Zetkin-Biographie, dass Clara die Errichtung der Sowjetmacht „ohne Vorbehalte von Anfang an gebilligt und verteidigt“19 hat, ebenso, dass sie von Anfang an den Leninschen Kurs auf unverzügliches Ausscheiden aus dem imperialistischen Krieg unterstützt. Doch in diesen Haltungen offenbart sich ja gerade das außergewöhnliche politische und theoretische Format Clara Zetkins. Badia führt Claras Entschiedenheit neben politischen Motiven auch wesentlich auf gefühlsmäßige Momente zurück, wie „persönliche Verzweiflung“, die sie durch „politische Hoffnung“ zu kompensieren bemüht war.“20
Eine solche Betrachtung, für die es in ihrem politischen Wirken keine realen Anhaltspunkte gibt, wird Clara Zetkin in keiner Weise gerecht. Ihren Urteilen lagen gründliche historisch-materialistische Einschätzungen der politischen Kräfte und der Kräfteverhältnisse zugrunde, die – wie die weitere Entwicklung ja mit aller Deutlichkeit zeigte – realistisch waren, auf einer gekonnten theoretischen Analyse fußten.
,,... für Rosa & die russische Revolution ...“
Ende 1921/Anfang 1922 verfasste Clara Zetkin eine ihrer umfangreichsten Arbeiten: Um Rosa Luxemburgs Stellung zur russischen Revolution22. Anlass war, dass Paul Levi (von Dezember 1920 bis Februar 1921 einer der Vorsitzenden der VKPD und im April 1921 aus der Partei ausgeschlossen) Ende 1921 Rosa Luxemburgs bereits erwähnte Niederschrift „Zur russischen Revolution“ publizierte, die sie im September/Oktober 1918 im Gefängnis – vor allem zu ihrer Selbstverständigung – verfasst hatte23. Seinerzeit war nicht nur Leo Jogiches, sondern auch Paul Levi entschieden gegen eine Veröffentlichung gewesen. Levi versah sie mit einer Einleitung, die länger war als der Luxemburg-Text und seine Absicht deutlich werden ließ. Sie war von der ersten bis zur letzten Seite eine demagogische Denunziation der seit dem Frühjahr 1921 in Sowjetrussland durchgeführten Neuen Ökonomischen Politik.
„Seit dem Februar 1921 hat die Politik der Bolschewiki einen völligen Umschwung erfahren. Konzession reiht sich an Konzession, Kompromiss an Kompromiss."24 Lenin weise jetzt den Weg zur Restauration des Kapitalismus. „Nicht nur ökonomisch streichen die Bolschewiki ihre alten Ziele. Sie tun es auch ideell."25 Levi begründet das mit Lenins Feststellung, dass man nicht auf Grund des Enthusiasmus unmittelbar, sondern auf Grund des persönlichen Interesses, der persönlichen Interessiertheit, der wirtschaftlichen Rechnungsführung gangbare Wege suchen müsse,26 der Levi dogmatisch Aussagen Lenins von 1918 (!) und 1919 (!) entgegenstellte. Ein anderer Angriff Levis richtete sich gegen das Bündnis mit der werktätigen Bauernschaft, die der Arbeiterklasse „unversöhnlich"27 gegenüberstehe; die Bolschewiki aber hätten sich für die Bauern, gegen die Arbeiter entschieden28. Die NÖP bedeute „eine grundsätzliche Änderung der Sowjetrepublik in jeder Beziehung "29. „Was also ist von der ‚Diktatur des Proletariats’ geblieben? Nichts.“30 Lenin gehe zum Kapitalismus wie die SPD zu Stinnes. Dies wecke Zweifel nicht nur an der Politik der KPR, sondern am Sozialismus überhaupt. „Womit sollen die deutschen Arbeiter Stinnes bekämpfen, wenn er ihnen aus der ‚Roten Fahne’ den Artikel von Lenin vorliest: ‚Die persönliche Interessiertheit hebt die Produktion.’“31 Levi beschwor Rosa Luxemburg als Kronzeugin für seine von Dogmatismus und Antikommunismus getragenen Angriffe auf die KPR und behauptete, dass ihre Darlegungen von 1918 „ihr Urteil auch über die jetzige Politik der Bolschewiki ahnen lassen."32 Clara Zetkin bemerkte dazu sarkastisch: „Zum ‚Ahnenlassen’ als entscheidendes Moment geschichtlicher Einschätzung fehlen uns noch Tischklopfen und Aussprüche eines Mediums als Äußerungen Luxemburgischen Geistes. Lebte Rosa noch, so würde sie sich derartigen politischen Spiritismus sehr unwirsch verbitten.“33
Am 21. Januar 1922 teilte Clara Zetkin ihrem Sohn Maxim mit: „Ich habe zur Antwort auf Levis Veröffentlichung der ,Nachlassbroschüre’ Rosas eine große Arbeit gemacht, eine ganze Broschüre.... Ich habe sie in gleicher Liebe für Rosa & die russische Revolution geschrieben.“34 Im Vorwort erläuterte sie: „Probleme der proletarischen Revolution bilden den Inhalt meiner Darlegungen. ... Sie tragen nach meiner Ansicht dazu bei, die grundsätzlichen Unterschiede der politischen Einstellung zwischen kleinbürgerlich-demokratischen Reformsozialisten und revolutionären Kommunisten scharf hervortreten zu lassen.“35 In ihrer Schrift unterstrich sie Rosa Luxemburgs grundsätzliches Bekenntnis zur Politik der Bolschewiki. Sie hob hervor, dass Rosa sich in der Frage der Konstituante völlig revidiert hatte und verwahrte sich gegen Levis Bestreben, Rosas falsche Auffassungen in der Agrar- und Bündnispolitik gegen die Bolschewiki auszuspielen. Sie kritisierte Levis methodologischen Grundfehler des unhistorischen, undialektischen Herangehens: „Paul Levi hat die bolschewistische Agrarpolitik als ,Ding an und für sich’ behandelt, ohne nach dem geschichtlichen Boden zu fragen, auf dem sie sich durchsetzen muss.“36 Gegen Levis Hantieren mit abstrakten Demokratievorstellungen bemerkte sie: „Unbeschadet seines hehren, idealen Inhalts und Ziels hat es der wissenschaftliche Sozialismus im Gegensatz zu dem Utopismus abgelehnt ... ,ewige sittliche Prinzipien' als Grundlage der künftigen höheren sozialen Ordnung zu betrachten. Ihre tragende Kraft erblickt er in der Entwicklung der Produktivkräfte ...“37
Erfahrungen und Lehren des ersten Versuchs
Mit großer Aufmerksamkeit verfolgte Clara Zetkin den Versuch, die Sowjetrepubliken über verschiedene Zwischenstufen auf die Bahn einer sozialistischen Entwicklung zu leiten. Nachdrücklich verteidigte sie die NÖP als einen schrittweisen, realistischen Zugang in Richtung Sozialismus. Auf dem IV. Weltkongress der Komintern (1922) sagte sie von der Politik der sowjetischen Kommunisten, sie sei „der erste Versuch weltgeschichtlichen Maßes, den Marxismus aus einer Theorie zur Praxis zu machen, sie ist der erste große weltgeschichtliche Versuch, das Proletariat vom Objekt der Geschichte zu ihrem Subjekt zu erheben.“38 Sie machte damit deutlich, worin die Anziehungskraft des Sowjetstaates auf Kommunisten und Revolutionäre in aller Welt lag, worauf sich insbesondere die Autorität der KPR(B) in der Komintern vor allem gründete.
Als wichtigste Lehre der Oktoberrevolution und der folgenden sowjetischen Entwicklung für die internationale Arbeiterbewegung betrachtete Clara Zetkin die Lösung der Machtfrage als unumgänglichen Durchgangspunkt auf dem Wege zum Sozialismus. Bei allen Erörterungen dieser Problematik müssen wir uns – so erklärte sie in ihrem Referat auf dem IV. Weltkongress – „über das Zentralproblem klarbleiben. Das Zentralproblem ist die Eroberung und Bewahrung der politischen Macht, ist die Staatsgewalt in den Händen des Proletariats. Mit ihr steht und fällt die Möglichkeit, die Gesellschaft zum Kommunismus umzuwälzen, und das als Werk des Proletariats selbst. Der Behauptung der Staatsmacht durch das Proletariat und für das Proletariat sind alle anderen Erwägungen unterzuordnen.“39
Sie erläuterte diesen Kerngedanken durch den Vergleich der Erfahrungen in Russland und in Deutschland seit 1917/1918. In ihrem Bemühen, den Weg der Oktoberrevolution zu analysieren, seine Erfahrungen für die internationale revolutionäre Bewegung auszuwerten, nutzbar zu machen, widmete Clara sich natürlich auch dem Verhältnis von Allgemeinem und Besonderem im Komplex dieser Erfahrungen. In ihrer Schrift „Um Rosa Luxemburgs Stellung zur russischen Revolution“ betonte sie: „In der geschichtlichen Rechtfertigung der bolschewistischen Politik – in ihrer großen allgemeinen Linie – liegt gleichzeitig ihre Begrenzung.“40 Die russische Revolution habe wesentliche Züge des Kampfes der Klassen um den Sozialismus herausgearbeitet. „Jedoch das Wie ihrer Durchsetzung wird zweifellos sehr verschieden sein. Es hängt ab von dem großen Komplex vielgestaltiger und vielverschlungener Umstände, die in den einzelnen Ländern nebeneinander liegen, gegeneinander streiten und höchste geschichtliche Aktivität erlangen, wenn der Hammerschlag der Revolution die überkommenen sozialen Normen und Bindungen zerstört. Es wird nicht zuletzt bestimmt werden von dem Reifegrad der kapitalistischen Wirtschaft für den Kommunismus und durch das Kräfteverhältnis der miteinander ringenden Klassen.“41
„... schwierigste Probleme ..."
Für Clara Zetkin stand es außer Frage, dass die sozialistische Umgestaltung der Sowjetunion eine reale Möglichkeit war. Zugleich war sie bemüht, die ungünstigen, die sozialistische Perspektive gefährdenden Momente und die Bedingungen ihrer Überwindung zu erfassen.
Hier verwies sie vor allem auf die ökonomische und technische Zurückgebliebenheit des Landes und „in Verbindung damit die verhältnismäßige Schwäche, Unerfahrenheit, mangelnde Schulung und geringe Arbeitsdisziplin des Industrieproletariats, die in der Vergangenheit verwurzelte Betriebsweise, Mentalität und Kulturarmut der ungeheuren Mehrzahl der schaffenden Massen überhaupt"42. Im Widerspruch zwischen dem Streben nach Verwirklichung des Sozialismus und den außerordentlich ungünstigen objektiven und subjektiven Voraussetzungen dafür erblickte Clara Zetkin „die Tragik der russischen Revolution“43.
Unter den Widersprüchen der Sowjetgesellschaft erachtete sie den zwischen sozialisierter Großindustrie und „der ganz überwiegend primitiven Landwirtschaft“46 als von besonderer Tragweite. Die private Bauernwirtschaft konserviere die niedrige Produktivität; zugleich erzeuge sie Kapitalismus und fördere die soziale Differenzierung. „Nebeneinander, sich kreuzend und verschlingend, laufen sozialistische und kapitalistische Entwicklungstendenzen.“47 Im agrarischen Charakter des Landes, in der Schlüsselrolle der Getreideernte und ihres möglichen Exportanteils für die Akkumulationskraft sah Clara Zetkin „schwierigste Probleme ..., die die Gefahr starker wirtschaftlicher, politischer und sozialer Krisen, das Abdrängen von kommunistischen Zielen in sich bergen“48.
Ein Ausweg aus dieser überaus komplizierten Situation eröffnete sich nach Clara Zetkin nur, wenn entweder die industrielle und proletarische Basis quantitativ und qualitativ entscheidend gestärkt würde oder aber von außen, durch neue Räterepubliken „mit höchster wirtschaftlicher Entwicklung und höchster Kultur“49 Unterstützung käme.
Ein zweiter Aspekt, den Clara Zetkin ansprach, sollte sich als äußerst folgenschwer erweisen. Sie warnte davor, die Lösung der Machtfrage, so entscheidend sie auch sei, zu überschätzen, sie mit der sozialistischen Umwälzung selbst zu verwechseln, zu verkennen, dass sie nur an deren Aufgaben heranführe, nur Voraussetzungen zu Ihrer Lösung schaffe.50 Mit Nachdruck erklärte sie auf dem IV. Kongress der Komintern, dass „mit der Eroberung der politischen Macht und mit ihrer Behauptung das Proletariat noch nicht über den Berg gekommen ist, sondern erst dicht vor dem Berge steht. Es muss durch die Gesamtpolitik und namentlich durch die Wirtschaftspolitik“51 zum Sozialismus gelangen. Dabei gelte es, schwierige Probleme zu lösen, insbesondere das Verhältnis zwischen Stadt und Land, die Beziehungen zwischen dem Sowjetstaat und den wirtschaftlichen Organisationen der Werktätigen, den Gewerkschaften und Genossenschaften, „zwischen den produzierenden Arbeitern auf der einen Seite und den Angestellten, Beamten in den Betrieben auf der anderen, der Bürokratie in den zentralen und lokalen Sowjetämtern“52.
In diesem Zusammenhang entwickelte Clara Zetkin den wichtigen Gedanken, dass die sozialistische Umgestaltung der Gesellschaft als „eine wirklich umwälzende Sozialreform“ vollzogen werden könne. Ihre Basis ist „der Staat der fortgeschrittensten Arbeiterschutzgesetzgebung und sozialen Fürsorge“, ihre Träger, bewegende Kräfte sind Gewerkschaften und Genossenschaften. Diese „haben in Verbindung mit den Sowjetorganen die Durchführung der Arbeitsgesetzgebung und sozialen Fürsorge zu überwachen und ihre weitere, bessere Ausgestaltung zu bewirken“.53 Später ergänzte und präzisierte sie diesen Gedanken durch die These, dass „nach der Machteroberung ... Reformen und Demokratie zu Bausteinen der sozialistischen Ordnung“54 werden. Diese Überlegungen korrespondierten mit Lenins Vorstellungen über die notwendige Entwicklung einer lebendigen sozialistischen Demokratie und über die Rolle des Genossenschaftswesens als einer Schlüsselfrage des sozialistischen Aufbaus, die er von der Gewerkschaftsdiskussion Ende 1920 bis zu seinen letzten Artikeln und Notizen 1923 immer nachdrücklicher vorgetragen hatte. Diese von Clara Zetkin offensichtlich geteilten Vorstellungen wiesen den – nach Lenins Tod nur sehr inkonsequent, mit ganz wesentlichen Abstrichen und teilweise deformiert weiter gegangenen – Weg einer schrittweisen, realistischen, wissenschaftlich begründeten sozialistischen Umgestaltung der Gesellschaft.
Um die sozialistische Perspektive
Im Zusammenhang mit der Wiederherstellung der Volkswirtschaft in der UdSSR und der kapitalistischen Stabilisierung spitzten sich Mitte der Zwanzigerjahre die Debatten über die Perspektiven des sozialistischen Aufbaus zu. Nikolai Bucharin hatte 1920 in seinem Buch „Ökonomik der Transformationsperiode“ die Perspektive einer Stärkung und Vermehrung der Sowjetstaaten entworfen55. Danach hatte sich die revolutionäre Entwicklung verlangsamt. Auf dem IV. Weltkongress der KI (November/Dezember 1922) ging von den vier Referenten zum Thema „Fünf Jahre russische Revolution und die Perspektiven der „Weltrevolution“ (W. I. Lenin, Clara Zetkin, Bela Kun, Leo Trotzki) letzterer besonders auf die ökonomischen Probleme ein. Er konstatierte, dass hinter dem Privatkapital der NÖP das Weltkapital stehe. Das Staatsmonopol sei „der Schutz gegen den Kapitalismus, der den beginnenden Sozialismus aufkaufen will“.56 Trotzki fügte hinzu, dass „wir nicht mit der Ewigkeit rechnen, sondern mit einer gewissen geschichtlichen Periode, bis die großen westlichen Reserven, die zur Avantgarde werden müssen, auf die Bühne kommen."57 „Wenn die kapitalistische Welt aber noch mehrere Jahrzehnte existiert, nun ja, – dann würde dies für das sozialistische Russland das Todesurteil bedeuten.“58
Diesen Aussagen von großer Tragweite wurde von niemandem – weder direkt noch indirekt – widersprochen. Sie brachten offenbar die allgemeine Auffassung dieser Problematik zu Ausdruck.
Drei Jahre später war mit der kapitalistischen Stabilisierung die Situation noch komplizierter, die Frage der Perspektive noch drängender geworden. Die Mehrheit der KPR(B), repräsentiert durch den Generalsekretär des ZK, Josef Stalin, den sowjetischen Regierungschef, Alexej Rykow, den angesehensten Theoretiker der Partei und der Komintern, Nikolai Bucharin, den Gewerkschaftsvorsitzenden, Michail Tomski und das Staatsoberhaupt, Michail Kalinin, trat unter diesen konkreten historischen Bedingungen für den fortschreitenden Aufbau des Sozialismus im Rahmen der UdSSR ein. Als wichtigste innen- und außenpolitische Bedingungen erachtete sie die Erhaltung und Festigung des Bündnisses mit den werktätigen Bauern und „normale“ Beziehungen zu den kapitalistischen Staaten. Eine Minderheit, repräsentiert durch die Politbüromitglieder Leo Trotzki, Grigorij Sinowjew (bis Herbst 1926 Vorsitzender der Komintern) und Lew Kamenew (bis Dezember 1925 Vorsitzender des Politbüros des ZK), verstand sich als linke Opposition. Sie stigmatisierte das Konzept der Mehrheit als „Ersetzung der internationalen revolutionären Perspektive" durch eine „nationalreformistische Perspektive"59.
Am spektakulärsten prallten die divergierenden Positionen auf dem VII. Erweiterten EKKI-Plenum (November/Dezember 1926) zusammen. Leo Trotzki konstatierte eine „Abhängigkeit vom Weltmarkt, vom Kapitalismus, von seiner Technik und Wirtschaft“ und erklärte: „In Wirklichkeit steht unser sozialistischer Staat immer – direkt oder indirekt – unter der vergleichenden Kontrolle des Weltmarktes. ... in letzter Instanz kontrolliert die Weltwirtschaft jeden ihrer Bestandteile, auch wenn der betreffende Bestandteil unter der proletarischen Diktatur steht ...“60 Dies war alles andere als substanzlose Schwarzseherei; es warf reale Probleme auf, die für die Behauptung und Entwicklung des entstehenden Sozialismus von existenzieller Bedeutung waren. Sie konnten für ihn – wie die weitere Entwicklung bis 1989/90 bewiesen hat – zu einer tödlichen Gefahr werden, wenn er auf sie keine offensive Antwort fand. Diese konnte grundsätzlich nur – wie von Lenin mit aller Schärfe herausgearbeitet – im konsequenten Kampf um die höhere Arbeitsproduktivität bestehen.
Darauf aber ging Trotzki nicht ein. Er brachte seine - zweifellos ernstzunehmenden - Bedenken vor, ließ aber offen, welche Alternative zum Konzept der Mehrheit er habe. An anderer Stelle – in einem von ihm zustimmend zitierten Dokument der Opposition vom März 1927 – hieß es allerdings: „Das europäische Proletariat braucht für den Anlauf zur Machtergreifung viel weniger Zeit, als wir brauchen, um Europa und Amerika technisch einzuholen ... die proletarische Revolution in Europa ... wird ... uns um die Welttechnik bereichern ...“61 Dies macht deutlich, dass die trotzkistische Opposition das Problem wohl sah, aber die notwendigen Konsequenzen seiner Lösung scheute und sich auf die Ebene der Spekulation begab, einen unsicheren Wechsel auf die Zukunft ausstellte, von dem niemand sagen konnte, wann er eingelöst würde, ja ob überhaupt. In seiner an den Vl. Weltkongress 1928 gerichteten Kritik des Programmentwurfs der KI schrieb Trotzki: „Wir müssen ihnen (den sowjetischen Werktätigen - H. K.) sagen, dass wir erst dann auf den Weg eines wirklichen sozialistischen Aufbaus kommen, wenn das Proletariat der fortgeschrittensten Länder die Macht erobert hat ...“62. Eine solche Konstellation hat sich aber bis heute nicht ergeben. Wie die Geschichte lehrte, gab es zur Entscheidung der KPR(B)-Mehrheit keine reale Alternative.
Bucharin entgegnete Trotzki, er stelle die Frage einseitig, undialektisch, denn es „wird unsere ökonomische Basis immer fester unter der Voraussetzung, dass wir unsere Verbindungen mit dem kapitalistischen Ausland auszunützen verstehen.“67 Alexej Rykow verwies darauf, dass Planwirtschaft, Außenhandelsmonopol und Industrialisierung die Abhängigkeit vom kapitalistischen Ausland verringern. Das Konzept der Opposition (erhöhte Besteuerung der Bauern und Preiserhöhungen für Industrieerzeugnisse) würde das Bündnis mit der Bauernschaft sprengen.68 Palmiro Togliatti (Ercoli) stellte fest, dass die Opposition keine Perspektive der Entwicklung und des Erfolges der russischen Revolution hat. „Dieser Mangel an Vertrauen, den ihr gegenüber der Möglichkeit des Aufbaus des Sozialismus habt, veranlasst euch fieberhaft nach den direkten Perspektiven zu suchen bei allen Fällen, die sich im Ausland ereignen (englischer Generalstreik usw.).“69 Clara Zetkin sprach gegen Ende der Debatte. Sie wandte sich dagegen, in den Werken der Klassiker nach Rezepten zu suchen. Man müsse bei ihnen vor allem die Arbeits- und Forschungsmethode lernen, um sie auf die höchst unterschiedlichen und sich ständig verändernden konkreten Umstände anzuwenden. Was den sozialistischen Aufbau angehe, so stehe nicht mehr „die abstrakte Frage: Ist der Sozialismus in einem Lande möglich, ohne dass ihm die Revolution in einigen hochentwickelten Sozialismus in einem kapitalistischen Ländern in Gestalt von Sowjetstaaten Bundesgenossen an die Seite stellt?“ Durch die Oktoberrevolution und die Behauptung der Sowjetmacht sei eine andere, „lebensstrotzende Frage ... auf die Tagesordnung der Geschichte gestellt“: Die „Aufrechterhaltung und Weiterführung des sozialistischen Aufbaus in der Sowjetunion...“70 Jetzt gehe es um das Wie und die Mobilisierung der Kräfte. Die kapitalistische Umwelt berge nicht nur Gefahren, sondern auch Möglichkeiten. Der Sowjetunion kämen zwei wichtige begünstigende Faktoren zugute: ihre gewaltige Ausdehnung und ihr Reichtum an natürlichen Ressourcen. Außerordentlich gefährlich – und auch den subjektiven Faktor lähmend – sei die Neigung der Opposition, sich „in Wunschvorstellungen über die proletarische Weltrevolution (zu) flüchten, die mit einem Schlag alle Probleme und Aufgaben lösen und alle Schwierigkeiten beseitigen wird.“71 Entschieden wandte sie sich gegen all jene – wie Ruth Fischer und die deutschen Ultralinken – „die sich mit Eifer auf die russische Frage stürzten, um dadurch zu verdecken, dass ihnen vollständig die politische Fähigkeit fehlt, die Probleme und Aufgaben der kommunistischen Partei im eigenen Lande auch nur richtig zu sehen und zu formulieren, geschweige denn zu lösen.“72 Eine zweifellos noch heute aktuelle Polemik.
Clara Zetkin hat in allen politischen und theoretischen Debatten, in denen es um die Oktoberrevolution, ihre Erfahrungen und Lehren, die von ihr ausgehenden Wirkungen und Impulse ging, drei Grundpositionen vertreten.
Erstens betonte sie immer die Machtfrage als die Kernfrage revolutionärer Prozesse und progressiver Gesellschaftsgestaltung.
Zweitens kennzeichnete sie immer die Frage des Verhältnisses der Arbeiterklasse – der führenden Klasse im Kampf gegen das Kapital – zu den werktätigen Bauern und den Mittelschichten überhaupt (namentlich auch der Intelligenz), d. h. das Problem ihrer Hegemonie, als eine Lebensfrage jeder revolutionären Bewegung und jedes revolutionären Staates.
Drittens betrachtete sie – unter den Bedingungen der Diktatur des Proletariats – die volle Entfaltung der Sozialreform im weitesten Sinne (d. h. einschließlich der Umgestaltung des kulturellen Lebens usw.) und die volle Verwirklichung einer lebendigen sozialistischen Demokratie als wichtigste Formen und Methoden einer schrittweisen sozialistischen Umwälzung der Gesellschaft in Richtung einer immer vollständigeren und umfassenderen Verwirklichung sozialistischer Verhältnisse.
Clara Zetkin lenkt immer wieder das Augenmerk auf die beiden entscheidenden, mit der Oktoberrevolution beginnenden Wirkungen der sozialistischen Umwälzung der Gesellschaft: zum einen die Entmachtung des Kapitals mit all ihren sozialen und kulturellen Folgen und sich eröffnenden Möglichkeiten; zum anderen das auf eine feste staatliche Basis gestellte Ringen um den Frieden.
Anmerkungen
Dem Text liegt ein Vortrag auf der Konferenz des Marxistischen Arbeitskreises zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung bei der Partei Die Linke, der Geschichtskommission beim Parteivorstand der DKP und der Marx-Engels-Stiftung „Die Oktoberrevolution 1917 –eine weltgeschichtliche Zäsur" am 17. März 2007 in Berlin zu Grunde.
1 C. Zetkin: Für die Sowjetmacht. Artikel, Reden und Briefe 1917-1933, Berlin 1977, S. 406.
2 Ebenda, S. 475/476.
3 E. Hobsbawm: Das Zeitalter der Extreme. Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts, (München Wien 1995), S. 79.
4 Ebenda, S. 22.
5 F. Mehring: Gesammelte Schriften, Bd. 4, Berlin 1963, S. 506.
6 Das neue Rußland, 1927, Nr. 9/l0, S. 15.
7 R. Luxemburg: Gesammelte Briefe, Bd. 5, Berlin 1984, S. 329. - So am 24. November an Luise Kautsky; ähnlich („schon ihr Versuch ist epochemachend") am gleichen Tage an Franz Mehring (ebenda). Dies sind die frühesten dezidierten Aussagen Rosa Luxemburgs zur Oktoberrevolution. Am 15. November hatte sie Mathilde Wurm geschrieben: „Um die Russen bangt mein Herz sehr, ich erhoffe leider keinen Sieg der Leninisten, aber immerhin – ein solcher Untergang ist mir doch lieber als ,Lebenbleiben für das Vaterland' (ebenda, S. 322).
8 Ebenda, S. 329. 9 Ebenda, S. 344.
10 K. Liebknecht: Gesammelte Reden und Schriften, Bd. IX, Berlin 1968, S. 371.
11 Vgl. ebenda, S. 385. 12 Vgl. ebenda, S. 386.
13 F. Mehring: Ges. Schriften, Bd. 15, Berlin 1973, S. 760, 759. 14 C. Zetkin: Für den Frieden. In: Für die Sowjetmacht, S. 34. 15 Vgl. R. Luxemburg: Gesammelte Werke, Bd. 4, Berlin 1974, S. 338-341.
16 C. Zetkin: Für den Frieden, S. 37.
17 C. Zetkin: Der Kampf um Macht und Frieden in Rußland. In: Für die Sowjetmacht, S. 43-46.
18 Vgl. R. Luxemburg: Ges. Werke, Bd. 4, S. 332-334.
19 G. Badia: Clara Zetkin. Eine neue Biographie, Berlin (1994), S. 157.
20 Ebenda, S. 161/162. 21 Vgl. ebenda, S. 157.
22 Vgl. R. Luxemburg: Ges. Briefe, Bd. 5, S. 319, 322, 329, 332, 344; dies.: Ges. Werke, Bd. 4, S. 334,338-341, 365.
23 Vgl. R. Luxemburg: Ges. Werke, Bd. 4, S. 397 ff.
24 Rosa Luxemburg und die Freiheit der Andersdenkenden, Berlin (1990), S. 182.
25 Ebenda, S. 218.
26 Vgl. W. Lenin: Zum vierten Jahrestag der Oktoberrevolution. In: Werke, Bd. 33, Berlin 1962, S. 38.
27 R. Luxemburg u. die Freiheit der Andersdenkenden, S. 220.
28 Vgl. ebenda, S. 217.
29 Ebenda, S. 212.
30 Ebenda, S. 221. 31 Ebenda, S. 231. 32 Ebenda, S. 181.
33 C. Zetkin: Um Rosa Luxemburgs Stellung zur russischen Revolution, Hamburg 1922, S. 132/133.
34 Stiftung Archiv d. Parteien u. Massenorganisationen d. DDR im Bundesarchiv, NY 4005/64, BI. 60.
35 C. Zetkin: Um R. Luxemburgs Stellung, S. XIV. 36 Ebenda, S. 162.
37 Ebenda, S. 139.
38 C. Zetkin: Fünf Jahre russische Revolution und die Perspektiven der Weltrevolution. Referat auf dem IV. Kongress der KI. In: Für die Sowjetmacht, S. 298.
39 Ebenda, S. 291.
40 C. Zetkin: Ausgewählte Reden und Schriften, Bd. II, Berlin 1960, S. 465.
41 Ebenda, S. 465/466.
42 C. Zetkin: Die Russische Revolution auf dem IV. Weltkongress der Kommunistischen Internationale. In: Die Kommunistische Internationale, 4. Jg., H. 24/25, S. 11. 43 C. Zetkin: Fünf Jahre russische Revolution, 5.272. 44 Ebenda, S. 273.
45 Ebenda.
46 C. Zetkin: Die Bedeutung der aufbauenden Sowjetunion für die deutsche Arbeiterklasse, Berlin 1926, S. 7. 47 Ebenda.
48 Ebenda.
49 C. Zetkin: Fünf Jahre russische Revolution, S. 273.
50 Vgl. C. Zetkin: Die weltgeschichtliche Bedeutung des ersten Arbeiterstaates. In: Für die Sowjetmacht, S. 424. 51 C. Zetkin: Fünf Jahre russische Revolution, S. 290. 52 Ebenda.
53 Ebenda, S. 289.
54 C. Zetkin: Die weltgeschichtliche Bedeutung des ersten Arbeiterstaates, S. 424.
55 Vgl. N. Bucharin: Ökonomik der Transformationsperiode. Mit Randbemerkungen von Lenin, Berlin (1990), S. 243-250.
56 Protokoll des Vierten Kongresses der Kommunistischen Internationale. Petrograd - Moskau vom 5. November bis 5. Dezember 1922, Hamburg 1923, S. 283.
57 Ebenda, S. 287. 58 Ebenda, S. 289.
59 Protokoll. Erweiterte Exekutive der Kommunistischen Internationale, Moskau, 22. November-16. Dezember 1926, (Hamburg 1927), S. 685 (L. Kamenew).
60 Ebenda, S. 588.
61 L. Trotzki: Verratene Revolution. Was ist die Sowjetunion und wohin treibt sie? 1936, (Essen 1990), S. 297.
62 L. Trotzki: Denkzettel. Politische Erfahrungen im Zeitalter der permanenten Revolution, (Frankfurt a. M. 1981), S. 172.
63 Vgl. Protokoll. Erweiterte Exekutive, S. 679/680.
64 Ebenda, S. 683. 65 Ebenda, S. 685.
66 W. 1. Lenin: Über das Genossenschaftswesen. In: Werke, Bd. 33, S. 457.
67 Protokoll. Erweiterte Exekutive, S. 595. 68 Vgl. ebenda, S. 722, 725/726. 69 Ebenda, S. 629.
70 C. Zetkin: Für die Sowjetmacht, S. 394. 71 Ebenda, S. 401.
72 Ebenda, S. 392.